verfasst am 13.06.2026 von Philipp Reitinger
Ein erfolgreiches und zugleich richtungsweisendes Wettkampfwochenende liegt hinter unserem österreichischen SKIAF-Team. In Straßwalchen trafen sich beim Internationalen Kyu Turnier (IKT) am Samstag sowie beim Kawasoe shihan Memorial Cup (KMC) am Sonntag zahlreiche Karateka aus dem In- und Ausland zu einem intensiven sportlichen Vergleich. Mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim IKT sowie etwa 60 Startern beim KMC bot das Wochenende ideale Möglichkeiten, um den aktuellen Leistungsstand zu überprüfen und weitere wichtige Erfahrungen auf dem Weg zu den SKIF Weltmeisterschaften 2026 in Antalya (Türkei) zu sammeln.
Gerade in dieser Phase der Vorbereitung gewinnen solche Veranstaltungen besondere Bedeutung. Sie zeigen nicht nur die individuelle Entwicklung unserer Athletinnen und Athleten, sondern machen auch sichtbar, wie sich das gesamte Team Schritt für Schritt weiterentwickelt und als Einheit zusammenwächst.
IKT – Entwicklung sichtbar machen
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Nachwuchs- und Aufbauklassen bis einschließlich Braungurt. Für viele Starterinnen und Starter bot das Internationale Kyu Turnier die Möglichkeit, Wettkampferfahrung zu sammeln und sich mit Teilnehmern aus anderen Vereinen und Ländern zu messen.
Besonders erfreulich verlief der Wettkampftag für unseren WM-Starter Philip Jessner. Mit konzentrierten und technisch starken Auftritten sicherte er sich im Kata Einzel den ersten Platz. Auch im Kumite zeigte er seine Vielseitigkeit und kämpfte sich bis ins Finale vor, wo er den zweiten Platz erreichte.
Der Samstag war jedoch nicht nur aus sportlicher Sicht wertvoll. Bereits beim Internationalen Kyu Turnier übernahmen einige Athletinnen und Athleten unseres WM-Kaders Verantwortung abseits der Wettkampffläche und waren als Kampfrichter im Einsatz. Dadurch konnten sie den Wettkampf aus einer anderen Perspektive erleben und wichtige Erfahrungen sammeln. Die Tätigkeit als Kampfrichter schärft den Blick für Details, Bewertungsmaßstäbe und Wettkampfsituationen und trägt damit auch zur eigenen Weiterentwicklung als aktive Starter bei.


Kawasoe shihan Memorial Cup – Qualität und Zusammenhalt auf höchstem Niveau
Am Sonntag verlagerte sich der Fokus auf die fortgeschrittenen Klassen ab dem 3. Kyu. Beim Kawasoe shihan Memorial Cup standen zahlreiche Mitglieder unseres WM-Kaders auf der Matte und konnten eindrucksvoll unter Beweis stellen, wie viel Qualität derzeit im österreichischen Team vorhanden ist.
Bereits in den Kata-Bewerben setzte das Team starke Akzente. Im Kata Einzel Herren dominierte Florian Schnitzinger das Teilnehmerfeld und sicherte sich souverän den ersten Platz. Philip Jessner ergänzte das hervorragende Ergebnis mit Rang drei und sorgte damit für eine starke österreichische Präsenz auf dem Podest.
Auch in den Masters-Klassen konnten sich unsere Athleten hervorragend behaupten. Andreas Götzendorfer erreichte im Kata Einzel Herren Masters den zweiten Platz, während Daniel Muschick den dritten Rang belegte. Im Kata Einzel Damen zeigte Svenja Rainer ebenfalls eine starke Leistung und sicherte sich die Silbermedaille.
Besonders beeindruckend präsentierten sich unsere Mannschaften. Im Kata Team Herren harmonierten Luca Brodinger, Dominik Piereder und Florian Schnitzinger hervorragend und erkämpften sich verdient den ersten Platz. Dahinter erreichte auch das Team mit Harald Axmann, Andreas Götzendorfer und Daniel Muschick einen starken dritten Rang.


Teamgeist als Schlüssel zum Erfolg
Neben den sportlichen Erfolgen blieb vor allem ein Aspekt besonders in Erinnerung: der außergewöhnliche Teamgeist innerhalb unseres Kaders.
Kurzfristige Änderungen in den Mannschaftsaufstellungen stellten das Team vor zusätzliche Herausforderungen. Dominik Piereder sprang kurzfristig im Kata Team ein und unterstützte seine Mannschaft dort, wo er gebraucht wurde. Ebenso stellte sich Hannah Hartl spontan für das Kumite Team Damen zur Verfügung und half mit, dass das Team vollständig antreten konnte.
Gerade solche Situationen zeigen, was eine Mannschaft ausmacht. Wenn Athletinnen und Athleten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, flexibel zu reagieren und sich in den Dienst des Teams zu stellen, entstehen jene Werte, die weit über einzelne Medaillen hinausgehen. Dieser Zusammenhalt war während des gesamten Wochenendes spürbar und wurde zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor.
Starke Leistungen auch im Kumite
Auch in den Kumite-Bewerben konnte das österreichische Team zahlreiche Spitzenplatzierungen erzielen.
Florian Schnitzinger setzte seine starke Form fort und gewann den Bewerb Kumite Einzel Herren. Philipp Reitinger komplettierte das Ergebnis mit einem hervorragenden dritten Platz.
In der Masters-Klasse sicherte sich Daniel Muschick den ersten Platz im Kumite Einzel Herren Masters, während Andreas Götzendorfer mit Rang drei ebenfalls einen Podestplatz erreichte.
Bei den Damen dominierte Svenja Rainer den Kumite Einzel Bewerb und holte sich die Goldmedaille.
Auch die Mannschaftsbewerbe verliefen äußerst erfolgreich. Das Kumite Team Herren mit Luca Brodinger, Philip Jessner, Dominik Piereder, Philipp Reitinger und Florian Schnitzinger überzeugte mit starken Leistungen und sicherte sich den ersten Platz. Das Kumite Team Damen mit Hannah Hartl, Svenja Rainer und Beate Schroll erreichte nach engagierten Auftritten den dritten Platz.


Gemeinsam weiter Richtung Weltmeisterschaft 2026
Am Ende bleibt ein Wochenende, das weit mehr bedeutet als die Summe seiner Platzierungen. Die Wettkämpfe in Straßwalchen haben erneut gezeigt, wie viel Qualität, Entwicklungspotenzial und Zusammenhalt in unserem Team steckt. Die zahlreichen Podestplätze bestätigen die intensive Arbeit der vergangenen Monate, gleichzeitig liefern sie wichtige Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung.
Besonders wertvoll war dabei die Art und Weise, wie die Erfolge zustande gekommen sind: durch gegenseitige Unterstützung, Flexibilität und den gemeinsamen Willen, als Team erfolgreich zu sein. Genau diese Eigenschaften werden auf dem weiteren Weg Richtung Weltmeisterschaften 2026 von entscheidender Bedeutung sein.


