verfasst am 20.08.2026 von Philip Jessner

Sechs intensive Tage, zahlreiche Trainingseinheiten, ein Wettkampf und viele wertvolle Erfahrungen liegen hinter dem österreichischen SKIAF-Nationalteam. Beim Schweizer Summer Camp 2026 in Locarno nutzten Karateka aus verschiedenen Nationen die gemeinsame Trainingswoche, um sich intensiv auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Für das österreichische Nationalteam stellte das Camp eine weitere wichtige Station auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften im November in Antalya dar.

Am Sonntag machte sich das österreichische Team auf den Weg in die Schweiz. Nach der Anreise blieb noch etwas Zeit, um sich einzuleben und auf die bevorstehenden Trainingstage und kommenden körperlichen als auch geistigen Herausforderungen einzustellen. Beim gemeinsamen Grillen wurde bereits deutlich, was die kommenden Tage bringen würden: intensive Einheiten, hohe Belastungen und gemeinsame Zeit abseits der Trainingshalle.

Am Montag und Dienstag standen jeweils rund fünf Stunden intensives Training auf dem Programm. Eine Trainingseinheit setzte sich aus einem 60-minütigen Kumite-Kurs und einem anschließenden 90-minütigen regulären Training zusammen. Die erste Einheit begann bereits um 8:00 Uhr, am Nachmittag folgte um 16:30 Uhr die zweite Einheit.

Die anspruchsvollen Trainingstage verlangten den Karateka sowohl körperlich als auch mental einiges ab. Gerade im Hinblick auf die Weltmeisterschaften sind solche Belastungen jedoch von besonderem Wert. Neben der technischen Weiterentwicklung geht es vor allem darum, auch unter hoher körperlicher Belastung konzentriert zu bleiben, die eigenen Grenzen auszuloten und die erarbeiteten Fähigkeiten auch dann zuverlässig abzurufen, wenn die Kräfte nachlassen.

Neben dem Training kam auch der Teamgeist nicht zu kurz. Gemeinsame Spiele, Badetage am See und Kochgruppen mit kreativen Show-Einlagen sorgten für Abwechslung und stärkten den Zusammenhalt innerhalb des Teams. Auch die Schweizer Freunde waren am Dienstagabend zum gemeinsamen Essen zu Gast. Der internationale Austausch und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Karateka konnten dadurch weiter vertieft werden.

Ein besonderes Highlight der Woche war der Wettkampf am Mittwochnachmittag. Nach den intensiven Trainingstagen bot sich dabei die Möglichkeit, die erarbeiteten Inhalte unmittelbar unter Wettkampfbedingungen umzusetzen. Als letzter internationaler Wettkampf vor der weiteren WM-Vorbereitung stellte das Turnier eine wichtige Gelegenheit dar, den aktuellen Leistungsstand zu überprüfen und Erfahrungen für die kommenden Monate zu sammeln.

Für die Athletinnen und Athleten ging es dabei nicht ausschließlich um Platzierungen. Vielmehr standen die Wettkampferfahrung, das Sammeln wichtiger Erkenntnisse und die Frage im Mittelpunkt, welche Bereiche bis zur Weltmeisterschaft noch gezielt verbessert werden müssen.

Bereits am Donnerstag wurde das Training fortgesetzt. Erneut standen zwei Einheiten auf dem Programm. Die Belastung der vergangenen Tage war mittlerweile deutlich spürbar. Gerade diese Situation machte die Trainingseinheiten jedoch besonders wertvoll: Wenn die körperlichen Reserven zunehmend schwinden, zeigt sich, wie gut Technik, Konzentration und mentale Stärke zusammenspielen.

Am Freitag folgte schließlich die letzte Trainingseinheit. Nach weiteren zweieinhalb Stunden intensiven Trainings machte sich das österreichische Team wieder auf den Heimweg. Müde, aber mit zahlreichen neuen Eindrücken, Erfahrungen und Erkenntnissen ging damit eine intensive Trainingswoche in Locarno zu Ende.

Für das SKIAF-Nationalteam war das Schweizer Summer Camp weit mehr als ein weiteres Trainingslager. Die intensiven Einheiten, der internationale Wettkampf und der Austausch mit Karateka aus verschiedenen Nationen boten einen wertvollen Mehrwert auf dem Weg zu den 15. SKIF World Championships in Antalya.

Bis zur Weltmeisterschaft im November bleibt noch Zeit, gleichzeitig wartet noch viel Arbeit auf das österreichische Team. Die Tage in Locarno haben gezeigt, wo die Athletinnen und Athleten aktuell stehen und an welchen Bereichen in den kommenden Wochen weitergearbeitet werden muss.

Der Weg Richtung WM geht weiter – und wir sind bereit ihn gemeinsam zu gehen!!